Unsere Imkerei liegt in Altusried im Allgäu. Sie ist bewusst klein gehalten und wird mit viel Handarbeit betrieben. Wir arbeiten mit bis zu 15 Wirtschaftsvölkern. Diese Größe ist für uns überschaubar genug, um die Völker regelmäßig und sorgfältig zu betreuen, aber groß genug, um jedes Jahr eine begrenzte Menge eigenen Honig anbieten zu können.

Der Ursprung unserer Imkerei liegt in einem alten Bienenhaus aus den 1960er-Jahren. Dieses bestehende Bienenhaus wurde 2017 saniert und wieder nutzbar gemacht. Statt neu zu bauen, haben wir die vorhandene Substanz erhalten und Schritt für Schritt an die heutige Arbeitsweise angepasst. 2018 zogen die ersten beiden Bienenvölker ein. Im selben Jahr konnten wir auch die ersten Gläser eigenen Honigs ernten und abfüllen.

Ab 2019 wurde die Imkerei weiter aufgebaut. Aus den ersten beiden Völkern entstand über die Jahre ein kleiner Imkereibetrieb mit bis zu 15 Wirtschaftsvölkern. Der Aufbau erfolgte bewusst langsam, damit Erfahrung, Arbeitsweise und Ausstattung mitwachsen konnten. Seit 2020 verkaufen wir unseren Honig auch über unsere Honigtankstelle. Dort können Kunden rund um die Uhr in Selbstbedienung Honig kaufen – direkt vor Ort, ohne feste Öffnungszeiten und ohne Umwege.

Die Honigtankstelle funktioniert mit Vertrauenskasse. Bezahlt werden kann bar oder per PayPal. In der Regel sind dort bis zu sechs Gläser unterschiedlicher Sorten vorrätig. Welche Sorten gerade erhältlich sind, hängt vom Erntejahr und von der jeweiligen Tracht ab.

Unsere Bienen stehen in einer Landschaft, die vor allem von Grünland geprägt ist. Im Einzugsbereich gibt es kaum Ackerbau. Die Bienen finden hier Wiesen, Kräuter, Obstbäume, Hecken, Waldränder und damit unterschiedlichste Trachtquellen. Das wirkt sich direkt auf den Honig aus. Farbe, Geschmack und Konsistenz können von Jahr zu Jahr unterschiedlich sein, weil Honig ein Naturprodukt ist und stark von Wetter, Blüte und Standort geprägt wird.

Geerntet wird in der Regel zweimal im Jahr: Ende Mai und Ende Juli. Dadurch können mehrere Honigsorten entstehen, zum Beispiel unterschiedliche Früh- und Sommertrachten. Nicht jede Sorte ist jedes Jahr verfügbar, und auch der Geschmack kann sich verändern. Genau das macht regionalen Honig aus: Er ist kein standardisiertes Produkt, sondern spiegelt die jeweilige Saison wider.

Bei der Ernte wird der Honig geschleudert, gesiebt, gelagert und anschließend cremig gerührt. Durch das Rühren entsteht eine feine, streichfähige Konsistenz. Bei der Verarbeitung nutzen wir nur Geräte, Werkzeugen und Behältern aus Edelstahl oder lebensmittelechtem Kunststoff. Das ist hygienisch, langlebig und gut zu reinigen. Sauberes Arbeiten ist für uns keine Besonderheit, sondern Grundlage der Imkerei.

Zusätzlich lassen wir unseren Honig regelmäßig im Labor untersuchen. Diese Analysen geben uns Sicherheit über die Qualität des Honigs und helfen dabei, die eigene Arbeitsweise zu überprüfen. Für uns ist das ein wichtiger Teil einer verantwortungsvollen Imkerei: nicht nur davon auszugehen, dass alles passt, sondern es regelmäßig kontrollieren zu lassen.

Geimkert wird bei uns in Zander-Holzbeuten aus Weymouthskiefer. Holzbeuten passen gut zu unserer Arbeitsweise, weil sie robust, reparierbar und langlebig sind. Die Zander-Beute ist ein verbreitetes Maß in der Imkerei und ermöglicht eine praktische und übersichtliche Arbeit an den Völkern. Die Beuten werden regelmäßig kontrolliert, gepflegt und bei Bedarf instand gesetzt.

Zwischen April und August verbringen wir besonders viel Zeit bei den Bienen. In dieser Zeit finden die wichtigsten Arbeiten des Bienenjahres statt: Frühjahrsdurchsicht, Erweiterung der Völker, Schwarmkontrolle, Ablegerbildung, Honigernte, Pflege der Jungvölker und Vorbereitung auf die spätere Einwinterung. Je nach Witterung und Entwicklung der Völker sind wir in dieser Zeit etwa ein bis zwei Tage pro Woche an den Bienenständen und im Schleuderraum beschäftigt.

Unsere Imkerei ist kein großer Betrieb und soll es auch nicht werden. Wir möchten Honig aus der Region anbieten, dessen Herkunft nachvollziehbar ist. Wer bei uns Honig kauft, bekommt ein Lebensmittel aus einer kleinen Allgäuer Imkerei, das mit viel Zeit, Handarbeit und direktem Bezug zu den eigenen Bienenvölkern entsteht.

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